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Laternenschein und Lichterglanz

„…hoch droben leuchten die Sterne
und unten leu-heu-chten wir…“ Das war ja wieder echt herzig!
Vor ein paar Tagen zog von dem Kindergarten in der Nachbarschaft der alljährliche St. Martinszug los. Vorne dran ein mächtiges Roß mit dem rot bemäntelten Ritter drauf, der später seinen Mantel mit dem frierenden Bettler teilen würde. Dahinter die Gruppe der Lehrer und Erzieher. Dann viele stolze, kleine Laternenträger und -trägerinnen. Alle wanderten im langen Zug durch die umliegenden Straßen. Singend, lachend, aber auch ernsthaft konzentriert, – damit das kleine Teelicht nur ja weiter leuchtete. Eifrige kleine Kehlen sangen etwas schief zum voraus tönenden Gitarrenklang, – genau wie die textunsicheren, begleitenden Eltern. (Nicht minder stolz, weil sie in den Abendstunden vorher, nach der Arbeit die Laternen mit den gewünschten Motiven verziert haben.) Schade, dass diese Laternenkunstwerke meist nur einmal angezündet wurden und dann in einer Ecke des Kinderzimmers langsam verstaubten. Von mir aus dürfte es solche Lichterketten öfter geben. Kollektives Herumleuchten quasi!

Diese Ansicht teilte sicherlich auch „Improv everywhere“ für den großen Lichter- Flashmob in New York. Könnt Ihr ja mal gucken! (THE BEST FLASH MOB EVER IN NYC) So etwas sollte hier in München auch initiiert werden. Ich fände das toll! Wenn viele sich zusammen tun, spontan und friedlich (!!!) in einer Großchoreographie etwas Schönes miteinander entstehen lassen, das ist doch sagenhaft! Das gemeinsame Agieren bei einem Flashmob lässt uns zum Mitglied einer verschworenen Gemeinschaft werden, deren gemeinsames Ziel es ist, für einen kostbaren Moment, die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf sich und ihr tun zu lenken. Die erstaunte Reaktion der meisten Passanten ist begeistert bis wohlwollend. Die Urbanauten hatten 2009 mit „The swarm of Starlings“ einen Anfang in München gemacht. Der erste Lauf war sehr schön und einfallsreich durch die Sache mit den Seifenblasen in den Fünf Höfen und das Freeze im Marienplatz Untergeschoss. Leider war nichts mit Lichtern dabei, aber die Erinnerung daran glimmt noch immer freudig auf.
In Ermangelung weiterer Laternenumzüge bin ich dazu übergegangen, mir eigene Lichterketten zu basteln und freue mich daran. Die kleinen bunten Lampenschirme schimmern so gemütlich vor sich hin. Inspiration und Anleitung zum Selbermachen liefert
z. B. das Buch Die schönsten Ideen für Lampen. 80 Leuchten und Lichterketten zum Selbermachen von Petra Hassler.
Ein weiterer glänzender Hinweis sei noch gegeben als Einstimmung auf die kommende Adventszeit. Bald beginnen ja vielerorts in München die Weihnachtsmärkte auf denen es überall glitzert und glimmt und wo so manche glühweinrote Nase mit glänzen wird. Tollwood beispielsweise, wo man hübsche, nicht zu teure Lichterketten auch fertig kaufen kann. Was dem Glanz der Laterne aber zumindest nahe kommt und ebenfalls freudige Kinderaugen zaubert, ist ein abendlicher Spaziergang zum Staunen durch die Brienner Straße. Am 15.11 2012 um 17:30 Uhr erstrahlen dort 16 Kronleuchter (bei Schnee besonders hübsch). Angeblich soll der Weihnachtsmann dann über die Dächer des Luitpoldblocks zum Café Luitpold klettern….. Ob da was dran ist? Davon müsst Ihr Euch schon selbst überzeugen.

Ob LEDs, Laternenteelichter oder leuchtende Sterne – ich freu mich jedenfalls schon auf den Lichterglanz in der Vorweihnachtszeit!

© Enomys

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